Unser Trendbericht zur Kölner Möbelmesse
Natur, Natur, Natur – und viel Holz
Der Hang zum echten Holz, zu unbehandelten Oberflächen, zu Begreifbarem steht im Gegensatz zu den vielen High-Tech Anwendungen und Steuerungen in den eigenen vier Wänden. Denn Eines hat die Messe auch heuer gezeigt: Ohne Apples IPad kam niemand mehr aus auf dieser Messe.
Und dann war da noch der seit der letzten Jahrtausendwende schnell wieder vergangene Hauch von Dekadenz. Dunkle Hölzer und Farben, gedecktes Violett und Fliederfarben sind wieder zu sehen und zeigen damit die Angst vor Zusammenbruch und Destruktivem.
Dazwischen aber, um nicht zu sagen gleichzeitig, ist die Farbe Gelb zum Star der diesjährigen Saison geworden. Gelb – ein Bekenntnis zur Heiterkeit und zur Aufbruchstimmung. Beim Gartenmöbelhersteller Weishäupl zum Beispiel geben sich die Stoffe der Saison in hellen fröhlichen Farben und humorvoll getupft.
Individualität – der Trend schlechthin
Noch nie konnte man aus einer so großen Fülle von hochwertigen Möbeln und Einrichtungsgegenständen auswählen und seinen ganz individuellen Trend abbilden.
Die Wohnung von heute ist selbstbewusst, konsequent modern, international, mit einem Tupfer Regionalität. Stolz statt protzig. Auf alle Fälle langlebig, wenn auch etwas demütig in der Farb- und Materialwahl.
Und gibt viel, sehr viel von deren Bewohnern preis, passt sich ihren Wertvorstellungen und den Bedürfnissen im Detail und mit akribischer Sorgfalt an. Sie entspricht ihnen mehr als die Bilder in den Hochglanz-Wohnmagazinen. Neue Zeiten also für gute Innenarchitekten.
Köln setzt auf Textil
Und endlich, endlich hält das Textil wieder Einzug in die moderne Wohnung. Es darf ein Vorhang, ein edler Möbelstoff, ja sogar wieder eine Tapete sein. Neu ist, dass Vorhang, Möbelstoff und Tapete die Wohnung nicht mehr ins Biedermeier abrutschen lassen, sondern sich konsequent modern und funktional in ein gewünschtes Gesamtbild einfügen. Materialen sind vom Feinsten.
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